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Gut gerüstet

Froh über den Studienabschluss: Die Papieringenieure mit Prof. Dr. Volker Höntsch (r.) und Prof. Dr. Jukka Valkama (5. v. r.)

Zwölf Absolventen beendeten mit Erfolg den Studiengang Papiertechnik an der DHBW Karlsruhe. Nach drei Jahren Ausbildung wurden die neuen Ingenieure jetzt feierlich verabschiedet.

VM

Zusammen mit ihren Familien waren die Studienabsolventen ins Papierzentrum Gernsbach eingeladen worden. Repräsentanten von Papierindustrie, Hochschule und öffentlicher Verwaltung sprachen Grußworte. Stephan Meißner, Hauptgeschäftsführer des Papierzentrums, ging in seiner Begrüßung und Dankesrede auf den Begriff „Nachhaltigkeit“ ein, der in der Papierindustrie eine hohe Bedeutung habe. Nicht nur in Bezug auf die verwendeten Rohstoffe, sondern auch im Sinne eines nachhaltigen Fachkräftepotentials. Auch für jeden einzelnen spiele der Begriff Nachhaltigkeit eine Rolle, persönlich, indem man mit seinen Ressourcen sorgfältig umgehe, ökonomisch, indem man dafür sorge, sich und seine Familie ernähren zu können, wozu Weiterqualifizierung nötig sei, und sozial, indem man soziale Netzwerke pflege.

Der Prorektor der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Karlsruhe und Dekan der Fakultät für Technik, Prof. Dr. Stephan Schenkel, betonte die Qualifikation der im dualen Studiengang ausgebildeten Ingenieure. Gerade ihre Zeit im Betrieb habe sie gut für die späteren Anforderungen gerüstet. Hierdurch besäßen sie nicht nur Faktenwissen, durch ihre Handlungs- und soziale Kompetenz könnten sie ihr Wissen auch gut anwenden und einsetzen. Für ihr Engagement und ihren Einsatz dankte er außer- dem Studiengangsleiter Prof. Dr. Volker Höntsch und Prof. Dr. Jukka Valkama, die „extrem rührig“ seien.

Auf die Bedeutung des Papierzentrums ging Landrat Jürgen Bäuerle vom Landkreis Rastatt ein. Es zeige, wie gut die Partnerschaft zwischen einem öffentlichen Träger und der Industrie funktionieren könne.

Gernsbachs Bürgermeister Dieter Knittel wies auf die hervorragende Verbindung der Stadt zum Papierzentrum hin.

Den Bestenpreis verlieh die Vereinigung der Arbeitgeberverbände der deutschen Papierindustrie (VAP) in diesem Jahr gleich zweimal. Zwei Absolventen haben ihr Studium mit der Note 1,6 abgeschlossen. Es sind Carsten Lehmann von der August Faller KG, Waldkirch, sowie Silvan Gassmann von der Perlen Papier AG, Perlen in der Schweiz. Carsten Lehmann erhielt darüber hinaus den Industriepreis für die beste praxisorientierte Bachelorarbeit. Die Arbeit, mit der Note 1,2 bewertet, behandelt die Einführung eines computergestützten Unternehmens-Planungssystems in seinem Ausbildungsunternehmen.

Im Namen aller Absolventen dankte Johannes Künne von Baiersbronn Frischfaser Karton, Baiersbronn, den Lehrkräften, der DHBW Karlsruhe, dem Papierzentrum sowie den Ausbildungsfirmen für ihre Unterstützung.