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Erfolgreiche Absolventen

Insgesamt 34 Meister Papiererzeugung und Papierverarbeitung aus zwei Kursen bekamen am 26. Juli im Papierzentrum Gernsbach ihre Zeugnisse überreicht. Für besonders gute Leistungen zeichnete die Papierindustrie vier von ihnen mit dem Meisterbecher aus.

VM

Alle Kursteilnehmer bestanden die Prüfung. 19 erfolgreiche Absolventen hatte der Meisterkurs Papiererzeugung, 15 der Teilzeit-Meisterkurs für Papiererzeugung und Papierverarbeitung. Die Teilnehmer der Meisterkurse kommen von Papierunternehmen aus ganz Deutschland und der Schweiz und verbringen mehrere Monate im Blockunterricht auf dem Campus des Papierzentrums in Gernsbach.

Bei der feierlichen Verabschiedung am 26. Juli im Papierzentrum gratulierte Oberstudiendirektor Jürgen Gerstner von der Papiermacherschule – Schulzentrum für Papiertechnik in Gernsbach zur erfolgreich bestandenen Prüfung. Da der Erfolg viele Väter habe, dankte er zudem den beiden Klassenlehrern Holger Weidenmüller und Richard Müller, den Mitgliedern der Prüfungskommission sowie dem Papierzentrum, in dem die Kursteilnehmer wie in einem Hotel bestens versorgt und untergebracht gewesen seien, so dass sie sich ganz auf die Schule konzentrieren konnten.

Andreas Flerlage betonte als Vertreter der Fachschüler, sie hätten „jede Menge Wissen mitgenommen und eine spitzenmäßige Ausbildung erhalten“.

Im Namen der Papierindustrie gratulierte Stephan Meißner, Hauptgeschäftsführer des Papierzentrums Gernsbach und Vertreter des Fördervereins des Papierzentrums, den Absolventen. Mit der Weiterbildung habe sich ihre Rolle geändert. Sie seien als Meister auch Vorgesetzte und Repräsentanten des Unternehmens, müssten Verantwortung übernehmen, Mitarbeiter motivieren und nicht zuletzt gute Arbeitsergebnisse erzielen. Als Vorgesetzter komme es darauf an, glaubwürdig zu sein und sich mit seinen Aufgaben zu identifizieren. Zwar müsse man möglicherweise auf die eine oder andere Annehmlichkeit verzichten, gewinne aber auch neue Aufgaben und Möglichkeiten zu gestalten. „Führung macht Spaߓ, betonte Meißner. Die neuen Meister hätten gute Zukunftsaussichten, in einigen Jahren werde es einen Mangel gerade an Führungskräften geben. Nach wie vor sei die Papierindustrie die Nummer 1 in Europa und die Nr. 4 in der Welt. Zwar gebe es Umstrukturierungen bei den grafischen Papieren, aber in den anderen Bereichen, etwa beim Hygienepapier oder den Spezialpapieren, immer noch eine leichte Aufwärtsbewegung.

Stephan Meißner überreichte auch die besondere Auszeichnung der Industrie, den Meisterbecher, an die vier erfolgreichsten Absolventen. Jeweils genau den gleichen, besten Notenschnitt erzielten aus der Vollzeit-Klasse Papiererzeugung Michael Grieger von der Perlen Papier AG in der Schweiz und Dominic Lenuweit von der Dresden Papier GmbH in Heidenau.

Aus der Klasse der Teilzeit-Meister erhielt den Meisterbecher Sascha Faßbender von der Cordier Spezialpapier GmbH in Bad Dürkheim als bester Papiererzeuger und Michael Leinberger von SCA Hygiene Products in Mainz-Kostheim als bester Papierverarbeiter.

Günter Breuninger, Referent Berufsbildung der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe, der zusammen mit Jürgen Gerstner die Zeugnisse übergab, klärte die neuen Meister noch darüber auf, dass das deutsche Bildungssystem international ein hohes Ansehen genieße. Auch die IHK Karlsruhe wünsche für die Zukunft alles Gute.