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Ein Hoch auf die neuen Meister

Für besonders gute Leistungen wurden Florian Ahrens, Roland Held und Markus Kerker (vorne Mitte v. l. n. r.) mit dem Meisterbecher ausgezeichnet. Einen Preis für die beste Projektarbeit erhielt Frank Waltersbacher (Mitte hinten). Links Alfons Moritz von der IHK und Schulleiter Oberstudiendirektor Jürgen Gerstner, rechts der Vorsitzende der Vereinigung Gernsbacher Papiermacher Martin Serr und ganz rechts Dr. Hans-Peter Berger, Geschäftsführer des Papierzentrums.

Nach einem oder zwei Jahren intensivem Lernen erhielten 58 erfolgreiche Absolventen ihre Meisterbriefe. Mit der qualifizierten Ausbildung sind sie gut gerüstet für Führungsaufgaben.

Veronika Gareus-Kugel

Von einer gelungenen Premiere konnte vor Kurzem bei der Verabschiedung der frischgebackenen Meister der Papiererzeugung sowie Papier- und Kunststoffverarbeitung gesprochen werden. Zum ersten Mal lobte die Vereinigung Gernsbacher Papiermacher einen Preis für die beste Projektarbeit aus. Übergeben wurde er vom Vorsitzenden der Vereinigung Martin Serr und deren Geschäftsführer Reinhard Pollok. Erster Preisträger ist Frank Waltersbacher von der Koehler Paper Group in Oberkirch.

60 Absolventen stellten sich im Schulzentrum Papiertechnik in Gernsbach in den letzten ein oder zwei Jahren der Herausforderung Meisterausbildungskurs. 58 Personen davon konnten Ende Juli im Rahmen einer Feierstunde ihre Meisterbriefe in Empfang nehmen – überreicht von Schulleiter Oberstudiendirektor Jürgen Gerstner und dem Geschäftsbereichsleiter Berufsbildung der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe Alfons Moritz. Die musikalische Umrahmung übernahmen die Mitglieder des Lehrerkollegiums Sigrun Wenz (Querflöte), Matthias Ganz (Geige) und Artur Haitz (Piano). Drei Meisterbecher für besonders gute Abschlüsse konnte der Vertreter des Fördervereins Papierzentrum Gernsbach und Geschäftsführer des Papierzentrums Dr. Hans-Peter Berger vergeben. Jeweils einen Becher erhielten: Markus Kerker, Mitsubishi HiTec Paper in Bielefeld, Florian Ahrens, Hollingsworth & Vose in Hatzfeld und Roland Held, Druck & Verpackungen Buch GmbH in Buch.

Respekt für den erbrachten Einsatz
In seiner Laudatio betonte Dr. Berger, dass fundierte Ausbildung einer der Pfeiler der deutschen Wirtschaft ist. „Hochqualifizierte Mitarbeiter, das ist unsere Stärke. Sie machen für die Betriebe den Erfolg aus. Deutschlands Papierindustrie ist die Nummer 1 in Europa und weltweit die Nummer 4, und das soll auch so bleiben“, so Berger.

Für die Qualifizierung zum Meister drücken die Absolventen der Meisterkurse ein Jahr in Vollzeit oder zwei Jahre in Teilzeit die Schulbank. Voll des Lobes für die Leistungen zeigte sich Schulleiter Oberstudiendirektor Jürgen Gerstner während der Meisterfeier. Er bekundete den neuen Meistern seinen höchsten Respekt für den erbrachten Einsatz, wie auch für den bemerkenswerten Gemeinsinn. Für die weitere berufliche Zukunft wünschte er ihnen alles Gute. Er dankte aber auch den ehrenamtlichen Prüfern, wie allen weiteren Beteiligten.

„Sie sind die einzigen Meister, die zwei Meisterbriefe bekommen: Einen amtlichen, ausgestellt von der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe und ein Juwel aus handgemachtem Papier“, führte IHK-Vertreter Alfons Moritz aus. Er hob auch die besondere Qualität des Schulzentrums Papiertechnik Gernsbach als Ausbildungsort für die Papierindustrie hervor. Der Meister-Abschluss ist mittlerweile auf europäischer Ebene einem Bachelor-Abschluss gleichgestellt. Auch darauf verwies Moritz, ebenso wie auf die Verantwortung, die nun auf die frischgebackenen Führungskräfte in ihren Unternehmen zukomme.

„Ein Hoch auf uns“, ist eine Zeile aus dem Hit „Auf uns“ von Andreas Bourani. „Denkt an die Tage, die hinter uns liegen. Ein Hoch auf uns“, jubilierten die Klassensprecher der Meisterklassen MPE T10 und T11 Markus Kerker, Florian Ahrens und Henning Lüdke.