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Die Papierindustrie stellt sich vor

Die Berufsberater erfuhren, in Theorie und Praxis, viel über Anforderungen, Chancen, Arbeits- und Ausbildungsbedingungen in der Papierindustrie. Im Bild die Geschäftsführerin des AGOP (Arbeitgeberverband der ostdeutschen Papierindustrie) e. V., Diplom-Volkswirtin Monika Bresche.

Berufsberater von Arbeitsagenturen in Berlin und Brandenburg konnten sich im UPM Werk Schwedt über Ausbildung und Berufe in der Papierindustrie informieren.

Monika Bresche

Die interessanten und anspruchsvollen Ausbildungsmöglichkeiten in der Papierindustrie sind wenig bekannt, der Papiertechnologe ist in der Rangliste der Wunschberufe nicht zu finden. Deshalb können auch nicht mehr alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzt werden. Um die Papierindustrie und ihre beruflichen Möglichkeiten einmal vor Ort zu präsentieren, hat der Arbeitgeberverband der ostdeutschen Papierindustrie – AGOP in Zusammenarbeit mit UPM, Berufsberater aus den Arbeitsagenturen in Berlin und Brandenburg am 22. September 2009 zu einer Informationsveranstaltung in das Werk Schwedt eingeladen. Dreizehn Berufsberater nahmen daran teil.

Nach der Begrüßung durch den Werkleiter Andreas Rauscher und einer Werkspräsentation folgten allgemeine Informationen zur deutschen und insbesondere zur ostdeutschen Papierindustrie und den Arbeits- und Ausbildungsbedingungen. Ein Film zeigte die Grundzüge der Papiererzeugung.

Werner Kremer, Ausbildungsleiter Nordlandpapier Dörpen, informierte dann über die Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Papierindustrie. In einer anschaulichen Präsentation wurden die Ausbildungsinhalte in den drei Lehrjahren zum Papiertechnologen dargestellt.

Anschließend erläuterten Anja Scharping, Specialist Recruitment & Personnel Services, UPM, Werk Schwedt, und Rüdiger Mägel, Ausbildungsleiter der Leipa Schwedt GmbH, die Anforderungen an Auszubildende aus Sicht der Betriebe. Beide nannten technisches Interesse, handwerkliches Geschick, körperliche Belastbarkeit und gute Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern als unabdingbare Voraussetzung für die Ausbildung zum Papiertechnologen. Die Einstellungstests, die beide Firmen durchführen, beziehen sich auf die Allgemeinbildung, Kenntnisse in Mathematik, Physik, Chemie, logisches Denken und technisches Verständnis.

Die anschließende Betriebsbesichtigung verdeutlichte einerseits die Berechtigung der genannten Anforderungen an die Auszubildenden und andererseits die Attraktivität des Berufs. In den begleitenden Gesprächen konnten Vorurteile über die Papierindustrie ausgeräumt werden. Insbesondere galt dies für den Einsatz von Altpapier als Rohstoff.

In der abschließenden Diskussion wurden der Berufsschulunterricht, die Aufstiegsmöglichkeiten, der Studiengang Papiertechnik und die tariflichen Regelungen der Arbeits- und Ausbildungsbedingungen angesprochen. Insgesamt äußerten sich die Teilnehmer sehr zufrieden über die Informationen zum Beruf des Papiertechnologen und die Möglichkeit der Betriebsbesichtigung.

Diese Informationsveranstaltung soll auch in anderen Agenturbezirken durchgeführt werden.