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Die Freizeit sinnvoll nutzen

Die Sporträume im Papierzentrum sind gut besucht. Aber auch beim Töpfern, bei Acrylmalerei oder Specksteinarbeiten können sich die Jugendlichen in ihrer Freizeit vom Lernstress erholen, ihre Kreativität ausleben und die Konzentration schulen.

Franz Prechl

Viele Jugendliche möchten in ihrer Freizeit am liebsten nur abhängen („chillen“) und sich vom schulischen Stress und Leistungsdruck erholen. Das ist verständlich, aber nicht so sinnvoll. Besser nutzt man die freie Zeit so, dass Aktivität und Entspannung in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Wer den ganzen Tag am Schreibtisch oder auf der Schulbank sitzt, tut gut daran, als Ausgleich Erholung durch Bewegung zu suchen. Der stark körperlich beanspruchte Bauarbeiter wird dagegen froh sein, abends auf dem Sofa zu relaxen. Manche Menschen nutzen aber auch die frei verfügbare Zeit, um sich weiterzubilden oder einem Hobby nachzugehen, was den Alltag sehr bereichern kann. – Sport und Fitness werden in der heutigen Zeit immer wichtiger. „Etwas für die Gesundheit tun, da wir zu dick und zu unsportlich sind“. Bei Jugendlichen wirkt darüber hinaus die Aussicht auf eine gute Figur als Anreiz. Waschbrettbauch, ein V-förmiger Oberkörper wie einst Arnold Schwarzenegger – das ist der Antrieb, dass im Papierzentrum die Sporträume mehr als ausgebucht sind. – Egal weshalb, wichtig ist, eine Beschäftigung zu finden, die Körper und Geist zur Ruhe kommen lässt. Nur so ist es möglich, gesund zu bleiben. Freizeit und Hobby sollen helfen, das Gleichgewicht zwischen Körper und Seele aufrecht zu halten. Dazu braucht man die nötigen Orte, Räume oder die Natur.

Im Papierzentrum finden die Auszubildenden nicht nur die Möglichkeit zur sportlichen Betätigung, sondern auch Räume, um unter Anleitung ein kreatives Hobby auszuüben. Derzeit besteht die Möglichkeit zu töpfern, sich in Acrylmalerei und Specksteinarbeiten zu versuchen, Mosaiken nach eigenem Gusto oder nach Vorlage zu gestalten oder aber Holzschnitt auszuprobieren.

Bei Malerei und Holzschnitt können überdies Eigenschaften der verschiedenen, von deutschen Papierfabriken gespendeten Papiere selbst in der Praxis erprobt werden, etwa Farbaufnahme oder Verlauf. Raues, feines oder grob körniges Papier – die Auswahl ist entscheidend für die Qualität des Bildes, gleichgültig ob gemalt oder gedruckt.