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Probleme schnell behoben

Die V.I.T. Papertec AG nimmt bei jährlich über 500 Einsätzen an der Papiermaschine bei Kunden vor Ort Bestandsaufnahmen bis zur Ursachenforschung von Problemen vor. Mit speziellen Mess-Systemen bietet das Unternehmen schnelle Lösungen.

Eine große Rolle bei der Optimierung von Papiermaschinen spielen folgende Sachverhalte:
– ungleichmäßiger Verschleiß
– Schwankungen im Feuchtequerprofil
– Faltenlauf auf der Papierbahn
– Schwingungen bzw. Vibrationen
Fakt ist, dass mit den richtigen Mess-Systemen viele ‧Probleme schnell behoben werden können.

1. Ungleichmäßiger Verschleiß
Enorm viele Einsätze haben mit ungleichmäßigem Verschleiß zu tun, was in der Praxis eine kürzere Lebensdauer bedeutet. Insbesondere bei Bespannungen und Walzenbezügen treten immer wieder annähernd dieselben Probleme diesbezüglich auf.
In ALLEN Bereichen jedoch gilt:
Gleichmäßigkeit = Parallelität
Gleichmäßigkeit = Gleichmäßige Anpresskraft
Gleichmäßigkeit = Temperaturverteilung
Gleichmäßigkeit = Gleichmäßige Be-/Ent-Wässerung
Im Bereich des Nass-Siebes steht der ungleichmäßige ‧Verschleiß meist in Verbindung mit der Nicht-Parallelität der Walzen, was für unterschiedliche Spannung sorgt und dann eine unterschiedliche Abnutzung zur Folge hat. So konnte V.I.T. Papertec beispielsweise anhand spezieller Mess-Methoden die Laufzeit eines Siebes von vier auf neun Wochen erhöhen.
Bei Filzen und Presswalzen ist es in der Regel schwieriger, die Ursache für eine ungleichmäßige Abnutzung zu finden. Bei Pressen weiß man zwar oft, dass eine Schrägpressung vorliegt, aber man kennt nicht die Ursache. Anhand eines Nipabdrucks lässt sich eine Schräglage feststellen, aber das Problem ist damit noch nicht gefunden. Ungleichmäßiger Verschleiß hängt immer von mehreren Faktoren ab. Wichtig ist hierbei die Parallelität, die gleichmäßige Anpresskraft bei jeglicher Art von Pressen (auch Leimpressen, Coater, Glättwerke bzw. Kalander), die Temperaturverteilung (welche in den Trockengruppen eine große Rolle spielt) und die gleichmäßige Ent- beziehungsweise Bewässerung (ist je nach Position zu testen). Denn Probleme in diesen Bereichen können nicht nur ungleichmäßigen Verschleiß hervorrufen, sondern auch Schwankungen im Feuchtequerprofil.

2. Schwankungen im Feuchtequerprofil
Die Ursache für Schwankungen im Feuchtequerprofil kann in jedem Bereich der Papiermaschine liegen, die Aufklärung ist deshalb in der Regel eine schwierige Aufgabe. In vielen Fällen wird bei diesen Problemen in erster Linie die Presse als Verursacher vermutet. Häufig entstehen die Schwankungen aber in Positionen davor oder danach.
Mit der Erfahrung und der richtigen Anwendung von speziellem Mess-Equipment lässt sich aber eingrenzen, wo Schwankungen entstehen. Meist kann die Position der Ursache während des normalen Betriebes der Papiermaschine in nur drei bis vier Stunden gefunden werden. Je nach Problem und Ausmaß variiert die Dauer der Analyse.
Häufig beginnen die Schwankungen bereits in der Siebpartie. Auch die Einstellungen der Stoffauflauflippe, der Brustwalze oder der einzelnen Entwässerungselemente spielen eine große Rolle. Natürlich auch die chemischen Hilfsmittel der Rohstoffe selbst sowie weitere Parameter. Anhand von Vermessungen haben die Fachleute von V.I.T. Papertec zum Beispiel an einer Papiermaschine eine Schräglage des Stoffauflaufs zur Brustwalze von knapp 4 mm gefunden. Nachdem diese Schräglage korrigiert wurde, hat sich auch das Feuchtequerprofil deutlich verbessert.
In der Pressenpartie ist immer wieder das falsche Nipverhältnis die Ursache. Anhand eines Nipabdruckes lässt sich das Nipverhältnis jedoch sofort erkennen und kontrollieren. Sollte es sich um eine Über- oder Unterbombierung der Presse handeln, kann man mit einer Bombagekorrektur wieder eine gleichmäßige Pressenbelastung schaffen. Die Korrekturberechnung kann sofort nach der Messung erfolgen.
Für eine Schrägpressung können viele Faktoren verantwortlich sein. Vielfach ist eine Nicht-Parallelität der Presswalzen zueinander die gesuchte Ursache. Dies kann mit den Mess-Systemen von V.I.T. Papertec schnell kontrolliert werden.
Schwankungen im Feuchtequerprofil kommen häufiger aus der Trockengruppe als die Meisten denken. In vielen Beispielen aus der Praxis wurde dem Pressenbereich die Schuld gegeben. Nach einer genaueren Analyse der gesamten Papiermaschine stellte sich aber heraus, dass das Problem erst in der Trockengruppe beginnt.
An Leimpressen und Filmpressen können ebenfalls durch ungleichmäßigen Auftrag starke Probleme entstehen. Von der Bombierung der Walzen, über Schrägpressungen bis zum ungleichmäßigen Strichauftrag, können hier viele Faktoren entscheidend sein. Individuell zugeschnittene Analysen finden dann die Ursache.