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Neues Konzept ist erfolgreich

Beim traditionellen Recycling der meisten Altpapiere für braune Sorten ist der Anteil an Abfällen und Reststoffen hoch. Ein neues Konzept von Kadant macht die Pulperentsorung effizienter. Es wurde in der Praxis getestet.

Aufgrund der großen Stärke und des Flächengewichts der meisten Altpapiere für braune Sorten verwenden traditio-nelle Recycling-Systeme kontinuierlich arbeitende Pulper vom Typ Behälter zum Auflösen solcher Papiere. Allerdings wird die Adoption dieser Technik durch ihre Effizienz bestimmt; der Anteil an Abfällen und Reststoffen ist bei diesen Papieren hoch, und normalerweise werden zusätzliche Batch-Systeme zur Entfernung der Verschmutzung eingesetzt.
Eine Schwäche der aktuellen Technik ist es, dass die Pulperentsorgung auf Batch-Ebene arbeitet, während alle anderen Elemente des Systems kontinuierlich arbeiten. Entsprechend entsteht durch den Zyklus der Pulperentsorgung eine Prozessvariation, die durch ein geeignetes Steuer- und Systemdesign zwar minimiert werden kann, aber dennoch vorhanden ist und idealerweise entfernt werden sollte.
Kadant hat kürzlich ein neues Konzept zur kontinuierlichen Entsorgung für einen kontinuierlichen Pulper entwickelt. Das erste System wurde für die mittlere Schicht einer Kartonmaschine mit einer Kapazität von circa 350 bdst/d gestrichenen Karton installiert. Dieser Text behandelt die entsprechenden Erfahrungen und Chancen für die Reduzierung der Betriebskosten und die Steigerung der Pulperent-sorgungseffizienz und der Systemstabilität, die sich aus der Technik ergeben.

Hoher Anteil an Abfall und Fremdmaterial
Recycling-Systeme für braune Fasern benutzen gebrauchte Kartonverpackungen (OCC), gemischte Altpapiere und ähnliche Papiersorten, die Abfälle von Faltschachteln, Deckpapiere, Wellpapiere und andere Verpackungsmaterialen. Für diese Materialien werden hohe Faserausbeuten benötigt; dabei ist oft ein hoher Anteil an Abfall und Fremdmaterial vorhanden, der bei der Auflösung dieser widerstandsfähigen, belasteten Papiere mit hohem Basisgewicht zu Problemen führt.
Um die Produktion zu optimieren werden normalerweise kontinuierliche Auflösungsanlagen mit sehr guten Auflösungseigenschaften zusammen mit einer separaten Pulperentsorgung zur Entfernung der groben Verschmutzungen verwendet.
Ein Vorteil dieser Methode ist es, dass im Allgemeinen nur zwei Absonderungspunkte nötig sind – schweres Rejekt und Rejekte der Zopfwinde werden normalerweise in einem Behälter aufgefangen, während leichtere Kontaminaten über das Trommelsieb im anderen landen. Beide Absonderungspunkte finden sich normalerweise am Boden, zur einfachen Entnahme.
Der Nachteil dieses Systems ist, dass das Rejekt sich im Detrasher ansammelt und immer wieder entfernt werden muss. Um das angesammelte Rejekt zu entfernen werden Ventile eingesetzt, die die Einheit isolieren. Darauf werden die Fasern aus der Kammer gewaschen, und das schwere Rejekt in den Trashwellbehälter sowie das leichte zum Trommelsieb befördert. Während dieses Prozesses wird kein Rejekt aus dem Pulperbehälter entfernt. Es gibt verschiedene kommerzielle Ansätze zur Minimierung des Rejektaufkommens und der Zyklusunterbrechungen. Die Kammer des Entsorgungs-gerätes kann größer gestaltet werden, um längere Perioden zwischen den Zyklen zu ermöglichen; oder kleiner, was dann eine höhere Zyklusfrequenz bedingt. Keiner der Ansätze ist ideal; gemäß den Erfahrungen der Autoren werden größere Kammern bevorzugt, da dies den Verschleiß der Ventile und damit die Gesamtbetriebskosten verringert.
Eine weitere Begrenzung dieses Systems ist es, dass mit jedem Reinigungs-/Entfernungszyklus eine Varianz in der Detrasher-Gutstoffkonsistenz und eine bemerkbare Änderung des Pulperniveaus möglich ist. Diese Auswirkungen können minimiert werden. In zahlreichen Systemen mit kleinen Ableerbütten, größeren unkontrollierten Rückflüssen und/oder sehr niedrigen Verweilzeiten ist die Varianz allerdings in der gesamten Recycling-Anlage bemerkbar, da sie sich allgemein auf die sensibleren Screening- und Reinigungssysteme auswirkt.
Ziel des Hydraflow Continuous Detrashing-Systems ist es, ein Pulperentsorgungssystem kontinuierlich zu betreiben, um so die Ventile und die Prozessvarianz der aktuellen Technik zu eliminieren.