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Modernste Messtechnik

Die neue Generation von Druckmessumformern VEGABAR Serie 80 revolutioniert die Messtechnik in der Papierindustrie und macht unter anspruchsvollen Messbedingungen die Prozesse transparent.

Die Papierindustrie ist vom Altpapiereintrag bis zur Auf-wicklung durch anspruchsvolle Prozessbedingungen gekenn-zeichnet. Die Anlagen laufen rund um die Uhr, wenn möglich 365 Tage im Jahr und müssen deshalb hochverfügbar sein. Das gilt auch für die Messtechnik in diesen Prozessen. Dazu kommen speziell in der Altpapieraufbereitung hohe mecha-nische Beanspruchungen durch abrasive Reststoffe in der Suspension, Vibrationen an Refinern oder Standrohren von MC-Pumpen sowie Saug- und Druckschläge durch schnellschlie-ßende Ventile. Weitere Herausforderungen für jede Messung sind: unterschiedliche Stoffdichten, Rührwerke in Bütten und Stofftürmen sowie unterschiedliche Temperaturen zwischen Anfahren und Normalbetrieb.
Hinzu kommen interne Reinigungen von Anlagenteilen mit aggressiven Chemikalien sowie Außenreinigungen mit Dampfstrahlern. Unter diesen herausfordernden Bedingungen müssen die Sensoren präzise und zuverlässig messen. Dies hat die VEGABAR Serie an mehr als 40 000 Einsatzstellen in der Papierindustrie mit hoher Betriebssicherheit und Servicefreiheit bewiesen.

Robuste Keramik trotzt rauem Betrieb
Auch in der Papierindustrie werden oft Druckmessumformer mit ölgefüllten Druckmittlersystemen eingesetzt. Sie haben eine dünne, empfindliche Trennmembran und ein piezo-resistives Sensorelement. Dies bedeutet, begrenzter Messbereich und eingeschränkte Überlastfestigkeit. VEGA hat frühzeitig auf die robuste Keramik gesetzt und mit der trockenen, kapazitiven CERTEC-Messzelle realisiert. Als Werkstoff wird hochreine Aluminiumoxidkeramik (99,9 % Al2O3) verwendet, die in ihrer Härte nur vom Diamanten übertroffen wird. Das schützt vor Abrasion besonders in Cleanern und bietet längere Standzeit als Metall.
Dieses Messzellenkonzept ermöglicht den direkten, front-bündigen Einbau in den Prozess. Das bedeutet Selbstreini-gung, keine Ablagerungen und damit kein Serviceaufwand für Reinigungszwecke. Die Robustheit der Keramik zeigt sich auch in der hohen, bis zu 200-fachen Überlastfestigkeit. Das wird von keinem piezoresistiven System erreicht! Damit widerstehen die Sensoren stärksten Druckschlägen durch schnellschließende Ventile.

Mess- und Temperaturbereiche für alle Anwendungen
Trotz dieser Robustheit und Messbereichen bis 100 bar lassen sich sogar kleinste Messbereiche von 0,025 bar realisieren und damit Füllstände auch in kleinsten Ansetzbehältern zum Beispiel für Farben exakt erfassen. Mit nur wenigen Mess- und Temperaturbereichen können nahezu alle Anwendungen realisiert und damit die Ersatzteilhaltung reduziert und die Planung vereinfacht werden. Bereits die Basisausführung ermöglicht den Einsatz bis 130 °C in der Stärkekochung, der erweiterte Temperaturbereich bis 150° C.