Archiv Papier und mehr

Papier aus Ananasfasern

Papier aus Ananasfasern Fasern aus Ananasblättern könnten zur Papierproduktion verwendet werden. Foto: aochainoi - stock.adobe.com

Studierende der Leibniz Universität Hannover (LUH) haben eine Alternative zum Papierrohstoff Holz gefunden – und zwar aus den Abfällen der Ananaspflanze. Das Verfahren soll in Kürze in einer Pilotanlage auf einer Partnerplantage in Costa Rica in die Produktion gehen. Den dort entstandenen Zellstoff wollen die jungen Gründerinnen und Gründer des Projekts Musa Fibra in Deutschland vermarkten. Erste Anfragen aus der Industrie gibt es nach Angaben der Hochschule bereits. Das neue Verfahren, um Zellulose aus Ananasblättern zu extrahieren, wurde in den Laboren des Instituts für Technische Chemie der LUH entwickelt. Der Wasserverbrauch wird dabei möglichst gering gehalten. Mit der Verwertung der Ananasfasern wäre ein Entsorgungsproblem gelöst. Auf den Ananasplantagen in Costa Rica – dem Weltmarktführer im internationalen Ananashandel – fallen wöchentlich bis zu 300 Tonnen Pflanzenreststoffe an. Die dicken Ananasblätter sind schwer kompostierbar und müssen arbeitsintensiv untergepflügt, verbrannt oder mit Chemikalien zur Austrocknung behandelt werden. ■