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| Durch die Kombination der ‧Rejectverwertung und der Biogasproduktion in Verbindung mit der Stromerzeugung entsteht ein komplett durchdachtes Energiekonzept.
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| Die Papierfabrik der Mondi Packaging Frohnleiten GmbH in Frohnleiten, Österreich
Foto: Mondi |
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| Visualisierung einer möglichen Gesamtlösung für die verschiedenen Verfahrensabschnitte bei der Zellstoff- und Papierproduktion. |
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| 06.11.2009 - Ausgabe: Papier + Technik 11/09 |
Innovative Lösungen für die Wasserbehandlung
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Wasserkreislauf optimieren
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In der Papier- und Zellstoffindustrie ist Wasser ein entscheidender Produktions- und Kostenfaktor. Es beeinflusst maßgeblich die Qualität der Zwischen- und Endprodukte. Steigende Energiekosten und Umweltauflagen erfordern intelligente Lösungen im Wassermanagement, die den gesamten Wasserkreislauf der Anlage optimieren.
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Unter dem Namen ‚Sipaper Water’ bietet Siemens Zellstoff- und Papierherstellern ein umfassendes Lösungsspektrum für die Wasserkreisläufe in der Produktionsanlage: von der Frischwasseraufbereitung bis zur Schlammbehandlung. Die Bandbreite reicht dabei von der Evaluierung bestehender Einrichtungen über Verfahrenskonzeption und Anlagenbau bis hin zur Einbindung in den Herstellungsprozess. Auf der Basis der Produkte von Siemens Water Technologies lassen sich für die ‧verschiedenen Prozessschritte im Bereich der Stoffaufbereitung oder Papierproduktion modular aufgebaute, optimierte Lösungen entwickeln. Damit können die Frischwasserzufuhr reduziert und Entsorgungskosten gesenkt werden.
Wasser findet als verfahrenstechnisches Medium bei allen Prozessschritten Verwendung und bestimmt so auch die Qualität der Zwischen- und Endprodukte mit. In den einzelnen Verfahrensabschnitten wird das Prozesswasser mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Stoffen belastet und muss vor der Wiederverwendung oder Ableitung geklärt werden. Doch Frischwasserzufuhr und Abwasserentsorgung beeinflussen auch die Produktionskosten. Um diese Kosten zu minimieren, setzt die Zellstoff- und Papierindustrie auf eine möglichst lückenlose Aufbereitung des Prozesswassers. Siemens verfügt über eine vollständige Systembasis für die Wasseraufbereitung in der Zellstoff- und Papierherstellung: Aus den einzelnen Systemen und Komponenten wie Membranfiltern, Mikroflotation, anae‧roben Reaktoren, Grobfiltern oder Schwebebettreaktoren kann für jeden Verfahrenschritt eine auf die Art der Wasserbelastung optimierte, schlüsselfertige Aufbereitungslösung kombiniert werden. Schlammbehandlung und ‧Rejectverladung komplettieren das Angebot. In Verbindung mit den elektro- und automatisierungstechnischen Anlagenbausteinen von Siemens entstehen so integrierte Gesamtlösungen für die verschiedenen Verfahrensabschnitte bei der Zellstoff- und Papierproduktion. Dabei ermöglicht der Betrieb von Maschinen und Wasserkreislauf über ein gemeinsames Prozessleitsystem sowohl eine optimierte Regelung des einzelnen Verfahrenschritts als auch ein Ausregeln von Schwankungen über alle Wasserkreisläufe in der Produktionsanlage. Zum Leistungsspektrum von Siemens gehören auch die Evaluierung bestehender Aufbereitungsanlagen, die Entwicklung einer auf den jeweiligen Anlagenteil abgestellten Verfahrenskonzeption sowie der Aufbau von Pilotinstallationen.
Intelligente Lösungen im Wassermanagement
in der Praxis
Im Herbst 2008 ging die von Siemens Industry Solutions erweiterte Abwasserreinigungsanlage beim österreichischen Wellpapperohpapier-Produzenten Mondi Packaging Frohnleiten GmbH in Frohnleiten in Betrieb. Das Unternehmen erzeugt hier jährlich 160 000 Tonnen Wellpappenrohpapiere. Das anfallende Abwasser wurde bisher mit Hilfe einer mechanisch-biologischen Abwasserreinigungsanlage aufbereitet. Doch aufgrund der in den letzten Jahren angestiegenen Produktion war die Anlage an ihre Kapazitätsgrenzen gelangt. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden,integrierte Siemens eine neue Wasseraufbereitungslösung in Form einer Entstoffung und einer Anaeroben Vorstufe in die bestehende Reinigung. Damit können nun rund 3600 Kubikmeter Abwasser pro Tag mit einer CSB (Chemischer Sauerstoffbedarf)-Fracht von 20 Tonnen behandelt werden. Außerdem ermöglicht die Anlage die Produktion von bis zu 6400 Kubikmeter Biogas pro Tag, das zur Energieerzeugung im Werk genutzt wird. Nicht zuletzt konnte durch den Einsatz des Biogases und durch den reduzierten Strombedarf der neuen Abwasserreinigungsanlage der CO2-Ausstoß erheblich gesenkt werden.
Klaus Strätz, Siemens Industry Solutions
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