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ATROMAXX.XF: Trägerlage Papierseite
CONNECT Nahtfilz von Heimbach
SECOPLAN.XF
ECOPLAN: Abführung der Verdampfungsfeuchte

05.11.2008 - Ausgabe: 11/2008

Bespannungen, Teil 2

Schneller – besser – effizienter

Das Tempo der technologischen Entwicklung bei Papiermaschinen ist enorm gestiegen. Dies trifft auch auf Bespannungen zu. Sie sind heute Effizienz-Steigerer, und zwar vom Stoffauflauf bis zur Rolle.

Die multiaxiale Produkt-Familie ATROMAXX von Heimbach ist durch die konsequente Weiterentwicklung der Multiaxial-Technologie in den letzten Jahren zu einer sehr erfolgreichen Pressenfilz-Produktlinie herangewachsen. Diese Heimbach-Filze werden aus multiaxialen Trägermodulen gebildet, die ausschließlich aus Monofilamenten bestehen. Die Kombinationsmöglichkeiten und die Flexibilität der Multiaxial-Technologie werden nun auch “monofil“ genutzt. Die Erfolge im Markt bestätigen die Entscheidung, diesen Weg zu gehen.

Multitalent für feine Oberflächen

ATROMAXX.XF ist eine Kombination aus gewebten Modulen mit hoher Dimensionsstabilität und einem sehr feinen Träger in der papierseitigen Abdeckung. Der Träger wurde für höchste Markierfreiheit entwickelt. Seine Einzigartigkeit liegt in der Verwendung von flachen Monofilamenten in Längsrichtung. So wird die Kontaktfläche vergößert und eine bessere Druckverteilung erzielt. Die Struktur des Trägers gewährleistet eine sehr hohe Offenheit für schnelle Entwässerung und gleichzeitig höchste Oberflächenintegrität, um den gestiegenen Ansprüchen an maximale Markierfreiheit über die komplette Laufzeit gerecht zu werden.
Das Einsatzgebiet dieses Heimbach-Filzes reicht von Pick-up-Positionen im Feinpapierbereich bis hin zu Schuhpressen im Spezialpapier- und Kartonbereich. In Kombination mit Längsvlies-Abdeckungen oder Flachfasern kann dieser multiaxiale Filz auf jede gewünschte Applikation zugeschnitten werden und ist auch den stetig wachsenden Ansprüchen an die Bedruckbarkeit in der Verpackungspapier-Produktion gewachsen.

Das Nahtfilz-Programm

Die Optimierung der Produktionsprozesse kann auch die Überlegung mit einschließen, ob durch die Bespannung der Pressenpartie mit Nahtfilzen Verbesserungen erzielt werden können. Neben der allseits bekannten höheren Sicherheit beim Einzieh-Vorgang kann ein wesentlicher wirtschaftlicher Vorteil durch Zeit- und Personaleinsparung realisiert werden. Die Verbesserungen können aber auch darin begründet liegen, dass das spezifische Leistungsverhalten von Nahtfilzen die individuell bessere Abstimmung der Bespannung für bestimmte Pressenpartien oder einzelne Positionen darstellt.
Laufeigenschaften, Dehnungsverhalten/Filzspannung und vor allem die Ausführung der Naht und der Nahtzone sind bei CONNECT Filzen von Heimbach für alle Geschwindigkeiten geeignet.
Verhalten des Flächengebildes: Die gewebten Trägerheinheiten bestehen in Längs- und in Querrichtung aus Monofilamenten. Gemeinsam bewirken diese ein strammeres, dimensions- und diagonalstabileres Flächengebilde, als es normalerweise ein Endlosfilz mit seinen gezwirnten Fäden bieten kann. Der Nahtfilz wird „plano“ über die volle Maschinenbreite eingezogen – quasi wie ein Trockensieb. Deshalb darf er merklich „steifer“ sein – und ist aufgrund dessen auch mit einem höheren Inkompressibilitäts-Index ausgestattet. Dies führt zu einer lang anhaltenden Entwässerungsleistung.
Verhalten der Trägergeometrie: Eine weitere positive Eigenschaft der rein monofilen Trägerkonstruktion: Ihre Ausgangs-Geometrie hält der Pressenbelastung ausgesprochen lange stand, denn monofile Fäden sind nur in geringem Maße deformierbar. Die Trägertypen der Nahtfilze von Heimbach verfügen deshalb über sehr lang anhaltende konstante Arbeitsleistungen.
Nip-Entwässerung oder Rohrsauger-Entwässerung? Das Heimbach Nahtfilz-Programm bietet angepasste Filztypen für beide Entwässerungsarten. CONNECT ist bei extrem hohem Wasseranfall mit einer speziell abgestimmten Vliesauflage für die Nip-Entwässerung geeignet. In entsprechend modifizierter Ausführung ist er aber auch in der Lage, das aufgenommene Wasser zum Rohrsauger zu transportieren.
Die Naht: Die Ösen der Naht sind aus den Längsfäden des Gewebeträgers gebildet und verfügen somit über eine gute Festigkeit. Den Entwicklungs-Ingenieuren von Heimbach ist es gelungen, die „Verhaltensweise“ der Nahtzone so abzustimmen, dass sie der der gesamten Filzfläche weitestgehend gleich kommt. Selbstverständlich tragen die exzellente Gleichmäßigkeit und Passgenauigkeit der Nahtösen ebenso mit dazu bei wie die Dichtigkeit und die Strukturgleichheit der Vliesüberlappung. Der Gefahr einer Nahtmarkierung wird so wirksam vorgebeugt.

Evolution im Bereich der Trockensiebe

Der hohe Energieaufwand und die ständig steigenden Energiebeschaffungskosten sind heute das zentrale Thema der Trockenpartie. Bei der Konzeption und Konstruktion seiner neuen Produktreihe SECOPLAN setzt Heimbach deshalb auf eine optimale Energienutzung.
Unter Papiermachern gilt häufig der Grundsatz: Eine große Kontaktfläche ist das Erkennungsmerkmal für ein gutes Trockensieb. Heimbach ergänzt diese Aussage: Eine große Kontaktfläche und zugleich eine hochwirksame Abführung der Verdampfungsfeuchte durch optimale Verdampfungskanäle ist die ideale Lösung.
Trocknungsleistung: Die neue Trockensieb-Produktreihe besitzt dank der flachen Monofilamente und des speziellen Designs sowohl eine hohe Kontaktfläche auf der Papierseite als auch eine optimale Feuchtigkeitsabführung durch die offen gestaltete Walzenseite. Darüber hinaus sorgt das Fadenmaterial für zuverlässig geringe Dehnungswerte. Somit wird die Fahrweise der Trockensiebe mit permanent hoher Spannung möglich – und damit ein hoher Anpressdruck – und das nahezu ohne Längenzuwachs und ohne Breitenverlust.
Dimensionsstabilität, Profil: Die Monofilamente des neuen Heimbach-Trockensiebes bilden querstabile Kreuzungsstellen, die ihm eine ausgesprochen hohe Dimensionsstabilität geben. Die Siebmaschen bleiben in ihrer Form unverändert, Luftdurchlässigkeitsdifferenzen über die Siebbreite werden verhindert, das Feuchtigkeitsquerprofil der Papierbahn ist ausgeglichen.
Abriebvolumen und Laufzeit: Die Fadenquerschnitte wurden hinsichtlich Kontaktfläche, Abriebvolumen, Festigkeit sowie der aus diesen Faktoren resultierenden Siebdicke optimiert. Dennoch gehören die neuen Trockensiebe zu den dünnsten auf dem Markt und bieten ein höheres Laufzeitpotenzial bei geringer Dicke.
Bezüglich der Laufzeit gilt oft die Devise: Je länger die Laufzeit, desto besser das Trockensieb. Doch im Hinblick auf den zunehmenden Verschmutzungsgrad ist ein rechtzeitiger Wechsel des Siebes oftmals wirtschaftlicher. Ohne großen Aufwand, denn SECOPLAN ermöglicht bequemes und schnelles Schließen bei einer nahezu markierfreien Nahtzone.
Die neuen Trockensiebe sind in einer umfassenden Skala abgestimmter Luftdurchlässigkeiten für alle Einsatzpositionen lieferbar. Sie bieten ausgewogene Eigenschaften auf hohem Niveau und führen damit zu einem deutlichen Plus an Effizienz in der Trockenpartie.
Autorenteam der Fa. Heimbach


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