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| Projektteam Umbau Vorsortierung (v.l.n.r.): Andreas Fiedel, Frank Borchardt, Reinhard Wegner, Eckhard Zeinert. |
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| Neues Fließschema Vorsortierung. |
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| Vorsortierung |
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| 06.03.2007 - Ausgabe: 02/2006 |
Umbau Vorsortierung AP-Anlage
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Kleiner Umbau – große Wirkung
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Die Anforderungen an die Altpapieraufbereitungsanlage im Werk Schwedt von UPM-Kymmene haben sich in den vergangenen Jahren bezüglich Quantität, Qualität und Effektivität immer weiter erhöht. Die Ursachen für diese Entwicklungen sind zum einen die Leistungssteigerung der Papiermaschine, verbunden mit erhöhten Anforderungen an die Stoffreinheit, und zum anderen der enorme Kostendruck.
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Problematische Entwicklung der Klebergröße
Warum war es notwendig, gerade die Vorsortierung umzubauen? In den letzten Jahren sind die Kleber im Altpapier immer kleiner geworden, im Jahr 2004 im Durchschnitt 0,94 mm². Hinzu kamen eine ständige Erhöhung des Preises für den Rohstoff Altpapier und Kapazitätsengpässe in der Vorsortierung.
Daraus ergaben sich die Zielsetzungen im Januar 2005, neben der Erhöhung des Durch¬satzes um 100 t/d die Kleberabscheidung deutlich zu verbessern, bei gleichzeitiger Reduzierung der Faserverluste. Die Betriebssicherheit und der spezifische Energieverbrauch sollten nicht verschlechtert bzw. nicht erhöht werden.
Planung des Umbaus
Nach umfangreichen Recherchen und Gesprächen mit Maschinenherstellern wurde die Fa. Voith beauftragt, die sehr anspruchsvollen Zielstellungen umzusetzen. Nicht alle glaubten an die Machbarkeit, denn die Kleberabscheidung zu verdoppeln, bei gleichzeitiger Halbierung des Faserverlustes in einer jetzt schon modernen Anlage, klingt schon ziemlich phantasievoll.
Trotz aller Bedenken gingen wir mit Voith an die Planung und entwickelten eine so genannte Kombisortierung für unsere Verhältnisse. Zur Verbesserung der Schwerschmutzabscheidung und zur Verringerung des Entsorgungsaufwandes des Schwerschmutzes wurde die vorhandene Dickstoffreinigung um eine weitere Stufe ergänzt und zum Transport des Rejektes ein Schneckensystem installiert. In den ersten beiden Stufen der vorhandenen Lochsortierung wurde die Lochweite auf 1,0 mm reduziert und die Rejektsorter durch einen Combisorter, verbunden mit einer Kegelschleuder, ersetzt. Als so genannte B-Stufe installierten wir einen zusätzlichen Multiscreen und rüsteten den vorhandenen Vertikal¬sichter um. Beide Sortiereinrichtungen sind mit Schlitzkörben ausgerüstet.
Inbetriebnahme
Von Dezember 2005 bis Januar 2006 erfolgten alle Installationsarbeiten, die bei laufendem Betrieb durchgeführt werden konnten. Für Umschluss, Funktionstests und die Inbetrieb¬nahme der neuen Anlage standen nur drei Tage im Februar zur Verfügung. Es musste alles funktionieren, denn ein Zurück zur alten Vorsortierung war nicht mehr möglich und ohne die erfolgreiche Inbetriebnahme konnte an der Papiermaschine kein Papier produziert werden. Dementsprechend waren alle motiviert und das Inbetriebnahmeteam von allen Gewerken unterstützt.
Planmäßig stand Fertigstoff zur Verfügung und damit stand der Papierproduktion nichts mehr im Wege. Nicht nur mir fiel ein großer Stein vom Herzen.
Ergebnisse
Die Kleberabscheidung der Vorsortierung hat sich bis auf
73 % erhöht und damit die Garantie des Herstellers übertroffen. Die Gesamtabscheidung von klebenden Verunreinigungen durch die AP-Anlage hat sich auf 99 % erhöht, was im Vergleich zu anderen Deinkinganlagen einen Spitzenwert darstellt.
Auch der Faserverlust konnte deutlich reduziert werden. In den ersten beiden Monaten nach dem Umbau wurde zwar durch häufige Verstopfungen die erwünschte Halbierung der Faserverluste nicht erreicht, aber nach Rohrleitungsänderungen konnten die Verstopfungen beseitigt und damit die Zielstellungen erreicht werden. Seit Mitte März gehen nur noch ca. 5 t/d gute Fasern verloren. Vor dem Umbau waren es noch 10 t/d. Sorgen bereitet noch die Schwerschmutzabscheidung der zweistufigen Dickstoffabscheidung. Die Abscheidung von Glas, Sand und ähnlichen Bestandteilen hat sich zwar verbessert, aber die Metallabscheidung verschlechtert. Nach umfangreichen Systemuntersuchungen des Lieferanten wurde der Fehler gefunden und durch Nachbesserungen abge¬stellt.
Was aufgrund der gegenwärtigen Energiepreisentwicklung besonders wichtig war: Der spezifische Energieverbrauch hat sich nicht erhöht.
Reinhard Wegner, SDT
Abdruck dieses Artikels aus UPM D-Facto 2/2006 mit freundlicher Genehmigung der UPM-Kymmene Corporation.
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