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| Die Kurventechnik entscheidet mit über den Sieg. |
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| Große Erfahrung, Kampfgeist und Fitness zeichnen Bernd Diener aus. |
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| 03.09.2010 - Ausgabe: 08/2010 |
Er fährt von Sieg zu Sieg
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Bernd Diener gehört zu den internationalen Spitzenfahrern im Motorrad-Langbahnsport. Seine Karriere krönen Europa- und Weltmeistertitel. Seit 33 Jahren arbeitet der Gengenbacher bei der Albert Koehler GmbH.
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Immer wieder lässt der mittlerweile 51-jährige Gras- und Sandbahnfahrer deutlich jüngere Konkurrenten hinter sich. Berühmt sind seine Kämpferqualitäten, die er bei der Europameisterschaft im letzten Jahr nach vorangegangener Verletzung wieder zeigte. Die Verantwortlichen des Motorsportclubs Berghaupten hatten bis kurz vor dem Austragungswochenende im August gezittert, ob ihr Lokalmatador antreten könnte. Aber er arbeitete beispiellos an der Rehabilitation, um vor „seinem“ Publikum alles zu probieren. Diese Disziplin, körperliche Fitness, die er durch Schwimmen und Fahrradfahren trainiert, und seine lange Erfahrung führen dazu, dass er schon seit Jahren ganz vorne mitfährt.
Sechs Fahrer starten bei Grasbahnrennen aus dem Stand. „Es gewinnt aber nicht unbedingt der, der am Start vorne ist“, erklärt Bernd Diener. Auch die Kurventechnik, bei der das Hinterrad „wegdriftet“, spielt eine Rolle. In nur wenigen Minuten umrunden die Fahrer vier Mal die ovale Bahn, die zwischen 400 und 1000 m lang ist.. Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 180 km/h werden auf den längsten Bahnen erreicht und das ohne Bremsen am Motorrad. Seine Motorräder baut Bernd Diener in der eigenen Werkstatt, die über einen Prüfstand verfügt, selbst zusammen. Der Motor wird speziell von einem Tuner vorbereitet.
Drei seiner Brüder, von insgesamt sieben Brüdern und zwei Schwestern, fuhren schon Rennen, als er selber einstieg. „Wenn wir als Jugendliche irgendwo ein Motorrad gesehen haben, haben wir geschraubt und gemacht, bis es wieder gefahren ist“, erzählt er von ihrer Leidenschaft. Im Jahr 1979, mit 20 Jahren, trat er zum ersten Mal an, damals in der 250-ccm-Klasse und wurde gleich deutscher Meister. 1980 wechselte er in die 500-ccm-Klasse. Damit startete eine beispiellose Karriere: Er wurde Vizeweltmeister im Jahr 1996, Europameister 1999, Deutscher Meister im Jahr 2000 und WM-Dritter 2004. Seit dieser Zeit fährt er regelmäßig bei der Weltmeisterschaft mit und platziert sich meistens im Vorderfeld. Im Jahr 2008 wurde das Team Deutschland Mannschaftsweltmeister. Entscheidenden Anteil am Titelgewinn hatte Bernd Diener.
In der Saison ist er fast jedes Wochenende unterwegs, bei Rennen in ganz Europa. Möglich ist dies, da er als stellvertretender Maschinenführer in drei Schichten arbeitet. Nur ausnahmsweise, wie bei der Weltmeisterschaft im Jahr 2004 in Neuseeland, hängt er noch einen Urlaub dran. Im Herbst ist er dann erst Mal froh, dass die Saison vorbei ist. Aber schon nach zwei Monaten packt es ihn wieder. Dann geht er wieder in seine Werkstatt und arbeitet an der Feinabstimmung der Motorräder für die bevorstehende Saison.
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